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Treppensteigen als Welpe

Da wir im ersten Stock wohnen, war dies ab dem ersten Tag ein großes Thema. Die ersten Monate habe ich Bacardi getragen, aber irgendwann wurde er zu schwer und wollte sich auch nicht mehr tragen lassen.

Heute bin ich der Meinung, dass es so richtig war, obwohl jeder Hund in den Bergen automatisch Gelenkprobleme haben müßte, wenn es wirklich so schädlich wäre. Ich denke, es kann nicht schaden, wenn er zunächst getragen wird, rate aber davon ab, wenn es für Mensch oder Tier unangenehm wird.

Kastrieren?

Ich war sehr erstaunt, als die Praxishilfe eines Tierarztes bei unserem ersten Besuch fragte, ob wir ihn gleich neben dem Erkennungschip auch kastrieren lassen wollen.

Ich war vollig verunsichert und suchte nächtelang in verschiedenen Foren im Internet umher. Dann stellte ich eine private Statistik auf. Dort wurde von "entbommeln" gesprochen und dass der Rüde kaum sein Wesen verändern, nur den Mädels nicht mehr nachstellen und auch nicht mehr so dominant, weniger die Rudelführerschaft anstreben würde und schmusiger wäre usw.. . Wenn das keine Wesensänderung ist, dann weiß ich auch nicht mehr ...

Ich mache mich jetzt sicher unbeliebt, aber dergleichen Beiträge stammten von etwas über 85% weiblicher Autoren.

Ich ließ Bacardi nicht kastrieren und freue mich über jeden Tag, an dem unser Hund ein "richtiger" Hund ist und sich auch so benimmt. Bacardi ist ein starker, bestens durchtrainierter Hund mit wachen Instinkten. Er würde vermutlich sein Leben geben, um sein Rudel zu beschützen. Machtkämpfe gehören genauso zum Leben, wie Jungs den Mädels nachstellen. Der Rest ist Erziehungssache!

Kastrieren ersetzt kein tägliches Training.

Hund und Kinder?

Hundetrainer und Literatur sind sich einig, dass das Zusammenleben von kleinen Kindern und großen Hunden problematisch sein kann. Praktisch gesehen achten wir darauf, dass unser Sohn Felix nicht ohne Aufsicht mit Bacardi spielt. Felix füttert Bacardi, erteilt ihm Befehle und kuschelt mit ihm. Er verjagt ihn aus seinem Körbchen und legt sich selbst hinein. Aber alles mit dem gebotenen Respekt.

Jungs beim Spielen ...

Große und kleine Hunde ...



An dieser Stelle möchte ich aus meinen Erfahrungen berichten. Wir pendeln zwischen Übersee am Chiemsee und unserem Firmensitz in Weißenfels. Beide Orte sind eher als ländlich zu beschreiben.

Gehe ich mit Bacardi am Chiemsee spazieren, begegne ich mit 100% iger Sicherheit einem anderen Spaziergänger mit Hund. Mit über 75 % iger Wahrscheinlichkeit kommt ganz schnell ein nettes Gespräch zustande, mit dem Entschluss, die Hunde frei laufen und toben zu lassen, wenn sie nicht sowieso schon rennen.

In Weißenfels treffe ich nur selten auf andere Hunde und die sind meistens sehr klein. Es entwickelt sich kaum ein Gespräch außer "nehmen Sie Ihren Hund weg", wenn unserer gerade mal frei läuft und signalsiert, dass er spielen möchte. Ein Hundebesitzer riss seinen Westi nach oben und brüllte, dass er sich von Bacardi bedroht fühle. Der stand wie belämmert da und sah dem anderen Hund zu, der gerade an ausgestreckten Armen über seinem Herrchen schwebte. "Wenn mir dies nochmal geschieht, werde ich ihn mit meiner Dienstpistole erschießen!", war die Verabschiedung. Am nächsten Tag wurde sogar das Ordnungsamt tätig, weil mein Hund Passanten belästigt hätte. Es stellte sich heraus, dass der etwas nervenschwache und vollkommen hysterische Mann bei der Kripo tätig ist. Ich bete zu Gott dem Allmächtigen, dass solche Menschen niemals tatsächlich mit Schusswaffen in einer Krisensituation auf die Menschheit losgelassen werden.

Hin und wieder gelingt es mir jedoch tatsächlich mit Hundebesitzern ins Gespräch zu kommen. Wegen hysterischen Gekläffe der kleinen Hunde ist dies allerdings machmal problematisch (warum kläffen eigentlich die meisten kleinen Hunde, wo große Hunde allenfalls gelangweilt mal hingucken?). Ich erfahre sehr oft, dass entweder Herrchen oder Hund schon mal gebissen wurde und deswegen Angst vor großen Hunden hat. Irgendwie sehr unglaubwürdig.

Alles in allem bin ich der Meinung, dass Hunde keinen Beißkorb benötigen, sondern Hundehalter eine Mindestanzahl von Schulungs- und Übungsstunden nachweisen müßten, bevor sie einen Hund, bzw. großen Hund halten dürfen.

Tasächlich gibt es in der Nachbarschaft einen ganz lieben Menschen, der zwei kleine Hunde hat und insbesondere "Blacky" ganz unvoreingenommen mit Bacardi spielt. Bacardi sieht sich dabei zuerst um, bevor er einen Schritt macht, nur um den Kleinen nicht zu verletzen.


Einem Menschen, den Kinder und Hunde nicht leiden können,
ist nicht zu trauen.

AUTOR / QUELLE: C. Hilty