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Kosten

Ich lese in verschiedenen Foren im Internet immer wieder die Frage, was denn ein Hund kostet.

Über diese Frage habe ich mir vor der Anschaffung von Bacardi nur wenig Gedanken gemacht. Da Bacardi aber als Betriebswachhund eine eigene Kostenstelle in der Buchhaltung einnimmt, kann ich zwischenzeitlich dazu relativ genau berichten.




Alles in allem kommen ca. 150 - 180 € pro Monat zusammen. Dies bedeutet 1.800 - 2.000 € pro Jahr.

Ein Teil dieser Kosten ist natürlich von der Größe des Hundes, damit vom Futterverbrauch und auch von der Futterqualität abhängig. Andere Kosten bleiben gleich, wie z.B. die Hundesteuer, die jedoch bei einem Zweithund in vielen Städten sind nicht nur verdoppelt, sondern sogar noch erhöht (nix Mengenrabatt!). Z.B. erster Hund 120 €, zweiter Hund zusätzlich 160 €!

Manche Rassen sind sehr empfindlich und verursachen erheblich höhere Tierarztkosten.

Natürlich kommen auch andere Dinge hinzu, die man gelegentlich mal einkauft, wie Spielsachen, besondere Leckerlies usw.

Ich empfehle jedem, der plant sich einen größeren Hund anzuschaffen, sich dies im Vorfeld genau durchzurechnen. Ein größerer/ großer Hund kostet verteilt über die ersten 10 Lebensjahre etwa 20.000 €. Häufig steigen danach die jährlichen Kosten nochmals wegen eventuell zusätzlich erforderlicher Tierarzbesuche. Bitte die Kosten vor der Anschaffung gründlich durchrechnen und nicht den Hund irgendwo hinhängen, weil er doch zu teuer ist! Oder ihn womöglich nicht beim Tierarzt zu versorgen, weil die Kasse es nicht hergibt!







Hier an dieser Stelle erlaube ich mir einen kleinen Schwenk zum Thema Tierarzt, anläßlich des Suizids unseres geschätzten Tierartzes Mike Ketteritzsch (26.02.1966 bis 24.09.2013). Wir haben Mike Ketteritzsch als versierten und pragmatischen Tierarzt kennengelernt, dessen Freitod für uns alle ein Schock war. Wir haben ihn kennen- und schätzengelernt als einen Veterinär, der Wert darauf legte und auch ausreichend Zeit investierte, dass wir Zusammenhänge der jeweiligen Krankheit und der Behandlungsmethode verstehen. Er hat uns im Sinne des Tieres aufgezeigt, was er kann oder wo wir in einer Klinik besser aufgehoben wären.

Bei der Aufarbeitung dieser schrecklichen Nachricht bin ich auf mehrere Abhandlungen gestoßen, die sich mit Suizid bei Tierärtzen befassen.

So wurde zu diesem Thema eine interessante Studie von Dorothy McKeegan und Carole Batchelor von der University of Glasgow im renommierten Fachjournal „Veterinary Record” veröffentlicht.

Von den Wissenschaftlerinnen wurden drei Szenarien untersucht:

1. Das Einschläfern eines gesunden Tieres
2. finanzielle Schwierigkeiten des Tierbesitzers, die es nicht erlauben, eine notwendige Behandlung vorzunehmen
3. ein Tierbesitzer, der eine Fortsetzung der Behandlung fordert, obwohl es aus Sicht des Tierschutzes geboten erscheint, das Tier von seinem Leiden zu erlösen

Die an der Studie teilnehmenden Veterinäre sollten dabei bewerten wie belastend sie das jeweilige Szenario empfanden.


Die Tierärzte bewerteten das dritte Szenario (Tierbesitzer fordert eine Fortsetzung der Behandlung bei schwer leidendem Tier) als emotional am stärksten belastend und mit dem meisten Stress verbunden. Finanzielle Nöte des Besitzers und daraus resultierende Schwierigkeiten, das Tier angemessen zu behandeln und das Einschläfern gesunder Tiere wurde ebenso hoch belastend empfunden. Am häufigsten müssen die Tierärzte mit der Situation umgehen, dass Tierbesitzer eine notwendige Behandlung nicht finanzieren können. Die beiden anderen Szenarien – die Tötung eines gesunden Tieres und der Besitzerwunsch, schwer kranke Tiere weiter zu behandeln - bewerteten Frauen emotional belastender als ihre männlichen Kollegen.

Wie lange ein Tierarzt schon im Arbeitsleben stand, hatte keinen Einfluss auf die Wahrnehmung der ethischen Konfliktsituationen – ein “Abstumpfungs-” oder “Sensibilisierungseffekt” bleibt also offenbar aus. An der Studie nahmen Veterinäre teil, die zwischen einem Jahr und mehr als 25 Jahre klinisch tätig waren. 57 Prozent der Tierärzte sahen sich pro Woche mit einem bis zwei ethischen Konflikten konfrontiert, 34 Prozent gerieten drei- bis fünfmal in der Woche in ein Dilemma, und zwei der Teilnehmer hatten es sogar mit mehr als zehn Gewissenskonflikten pro Woche zu tun. Neben den vorgegebenen Szenarien beschrieben sie in einem Freiteil auch andere, die häufig vorkamen und die sie als belastend und ethisch konfliktreich empfanden: Vor allem wurden dabei alle mit dem Einschläfern von Tieren in Zusammenhang stehenden Vorgänge genannt sowie Vorgesetzte, die Anweisungen zu Behandlungen gaben, mit denen die ausführenden Tierärzte nicht einverstanden waren.